Am 14. September machte sich ein fünfköpfiges Team von Meckenheim hilft e.V. mit einem voll beladenen LKW auf den Weg in die Ukraine. Am 20. September kehrten alle Teammitglieder gesund nach Deutschland zurück – mit vielen bewegenden Eindrücken und der Gewissheit, dass unsere Hilfe vor Ort dringend gebraucht wird.
An Bord waren unter anderem Atemschutzgeräte, Stromerzeuger, hydraulisches Rettungsgerät, Verbandsmaterial, medizinisches Equipment und Medikamente. Außerdem transportierten wir Ausstattung zur Unterstützung einer Grundschule.
Der erste große Zwischenhalt war der Grenzübergang in die Ukraine. Nach einer mehr als zehnstündigen Wartezeit konnte unser Team die Reise endlich in Richtung Kyjiw fortsetzen. Dort wurden die Hilfsgüter nach einer Übernachtung entladen und auf unsere Partnerkommunen Putywl und Bochechki aufgeteilt. Beide Kommunen waren mit Kleintransportern angereist, um die für sie bestimmten Lieferungen unmittelbar zu übernehmen.
In Kyjiw traf sich Stefan Pohl zudem mit dem Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung. Im Austausch ging es um die Lage vor Ort, die kommunalen Partnerschaften und die weitere Unterstützung für die Menschen in der Ukraine.
Ein Teil unseres Teams trat anschließend mit dem LKW die Rückreise nach Deutschland an. Die übrigen Helfer folgten auf Einladung des Bürgermeisters von Putywl weiter in den Osten der Ukraine und verbrachten zwei Nächte in der Region. Dort nahm das Team auf Einladung des Bürgermeisters auch an einer Sitzung des Stadtrates teil. Der direkte Austausch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Kommune machte deutlich, wie wichtig verlässliche Partnerschaften und konkrete Hilfe für die Menschen vor Ort sind.
Die Tage dort waren geprägt von Luftalarm, Aufenthalten in Schutzräumen und Fahrten auf Straßen, die zum Schutz vor Drohnenangriffen mit Netzen überspannt sind. Wir besichtigten zerstörte zivile Gebäude und konnten unmittelbar erleben, unter welchen Bedingungen die Menschen und Einsatzkräfte in Grenznähe zu Russland leben und arbeiten.
Besonders wichtig war der Besuch des Feuerwehrfahrzeugs aus Stolberg, das wir im Juni in die Region überführt hatten. Es leistet dort inzwischen wertvolle Dienste. Allein im September war das Fahrzeug bereits bei fünf Einsätzen im Einsatz – überwiegend bei Bränden, die durch Drohnenangriffe ausgelöst wurden.
Die örtlichen Einsatzkräfte schilderten uns, dass die Anfahrt staatlicher Zivilschutzkräfte häufig rund 40 Minuten dauert. Schlechte Straßenverhältnisse und die mit Schutznetzen versehenen Straßen erschweren den Weg zusätzlich. Das von uns überführte Feuerwehrfahrzeug ist deshalb ein echter Gewinn für die Sicherheit der Menschen vor Ort: Es ermöglicht schnellere Hilfe, wenn jede Minute zählt.
Ein besonderer Höhepunkt der Reise war das Treffen mit dem Außenminister der Ukraine. Er dankte dem Team von Meckenheim hilft persönlich für den Einsatz und die konkrete Unterstützung der Menschen in der Ukraine.
Unser Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, Unterstützern, Partnern und natürlich unserem großartigen Team. Ohne dieses gemeinsame Engagement wäre diese Hilfe nicht möglich.