Im Februar 2023 durfte Meckenheim hilft e.V. Teil einer besonderen Friedensaktion werden: Gemeinsam mit Hilfsgütern und medizinischer Ausstattung brachte unser Team ein Friedenslicht aus der ukrainischen Stadt Bucha nach Deutschland – über Meckenheim bis zur großen Friedenskundgebung in Osnabrück.
Am Rosenmontag, dem 20. Februar 2023, machte sich unser Konvoi auf den Weg in die Ukraine. Ziel war Bucha, jener Ort, der weltweit zum Symbol für die unfassbaren Folgen des russischen Angriffskrieges geworden ist. Neben den dringend benötigten Hilfsgütern führte der Transport zwei von Künstler Volker Trieb geschaffene Friedensstelen mit.
In Bucha wurde das Friedenslicht gemeinsam mit der damaligen stellvertretenden Bürgermeisterin Mykhailyna Skoryk-Shkarivska entzündet. Eine der Stelen blieb als Zeichen der Verbundenheit in Bucha zurück. Das zweite Friedenslicht nahmen wir mit nach Deutschland.
Eigentlich war zunächst eine Übergabe in Berlin an Boten aus Münster und Osnabrück vorgesehen. Kurzfristig änderte sich der Ablauf – und so brachte Meckenheim hilft das Licht zunächst direkt nach Meckenheim. Am 24. Februar, dem ersten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine, wurde es im Rahmen eines Friedensgebets in der Friedenskirche aufgestellt. Bürgerinnen und Bürger konnten dort eigene Kerzen an dem Licht entzünden und ein persönliches Zeichen für Frieden, Mitgefühl und Solidarität setzen.
Anschließend brachten Stefan Pohl, seine Frau und Sohn Daniel das Friedenslicht nach Osnabrück. Dort übergab Daniel die Flamme an Volker Trieb. Sie wurde damit Teil der großen Friedenskette zwischen Münster und Osnabrück, die entlang der historischen Route des Westfälischen Friedens von 1648 verlief. Mehr als 20.000 Menschen beteiligten sich an diesem eindrucksvollen Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und Zusammenhalt.
Die Wirkung des Friedenslichts reichte über diesen Tag hinaus: Anfang März 2023 stand es auch bei einem Gedenkgottesdienst für die Opfer des Krieges im Osnabrücker Dom am Altar.
Für Meckenheim hilft war diese Aktion weit mehr als ein Transport. Sie hat gezeigt, wie konkrete humanitäre Hilfe und öffentliche Zeichen der Solidarität zusammenwirken können. Das Friedenslicht aus Bucha verbindet Menschen in der Ukraine, in Meckenheim, Münster und Osnabrück – und erinnert uns daran, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist.